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Zwergzebu


 

Zwerg-Zeburind - Rassebeschreibung und Zuchtziel

Die ursprünglich in Asien (Indien) und im tropischen und subtropischen Afrika verbreiteten Zwergzebu gehören zur Rasse der Zebus (Buckelrinder). Eine stark ausgeprägte Wamme ist für diese Rasse ebenso typisch wie der auffallende Buckel im Widerristbereich, der aus verlängerten Muskeln besteht. Zwergzebu sind sehr genügsame Robustrinder und können ein Alter von bis zu 25 Jahren erreichen. Daher ist abkalben bis ins hohe Alter von 18-20 Jahren keine Seltenheit.

Das Zwerg-Zebu wird als Fleischrind genutzt. Die Nachfrage nach dem Qualitätsfleisch ist sehr gut und so ein gesicherter Absatz gewährleistet. Auch die Nachfrage für Zwergzebus zur Pflege nicht benötigter oder schwer zugänglicher Flächen ist steigend. Insbesondere zur Nachpflege von Pferdekoppeln werden Zwergzebus gerne eingesetzt.
Das Zwergzebu ist eine Rinderrasse die nachweisbar keine Trittschäden verursacht. Selbst in Feuchtgebieten und in andere Biotopen werden sie gerne eingesetzt. Sie besitzen ein sehr dichtes Fell und eine schützende Fettschicht, somit sind sie natürlich geschützt vor Zecken-, Milben- oder sonstigen Ungezieferbefall.

Herkunft: Asien (Sri Lanka und Kaukasien)

Exterieur: Klein- bis mittelrahmiges Rind mit einem - bei männlichen Tieren stärker und bei weiblichen Tieren weniger stark ausgebildeten - senkrecht stehenden Buckel.
Charakteristisch ist eine starke Wammenbildung.
Das Rind hat sehr leichte, relativ lange, korrekt gestellte Extremitäten.
Die Hinterhand zeichnet sich durch die häufig vorkommende abgeschlagene (abgezogene) Kruppe und den tiefen Schwanzansatz aus.

Größe: Widerristhöhe von 80 cm bis 120 cm (Kühe) und 90cm bis 130 cm (Bullen)

Gewicht: ca. 150 kg bis 280 kg (Kühe) und ca. 350 kg bis 400 kg (Bullen)
Es kommen auch großrahmigere und schwerere Tiere vor.

Fell: feines und glänzendes Fell

Farbschläge: Die vorherrschenden Fellfarben sind Braun-, Schwarz-, Rot- und Weißtöne. Neben einfarbigen Tieren gibt es auch gefleckte und gesprenkelte. Bei einfarbigen Tieren ist der Buckelbereich häufig dunkler gefärbt, während das Fell an den Schenkelinnenseiten, am Bauch, um die Augen und um das Flotzmaul eine hellere Färbung aufweisen kann. Viele Tiere haben einen Aalstrich; selten sind Abzeichen wie Blessen oder Sterne.

Kopf: Der Kopf ist leicht und die schmale Stirnpartie verleiht ihm eine längliche Erscheinungsform. Die Ohren stehen i. d. R. waagerecht ab.

Hörner: Die Hörner junger Tiere führen meist gerade nach oben, bei älteren Tieren sind sie häufig länger und biegen sich meist nach vorne, aber auch zur Seite oder nach hinten. Assymetrische Hornstellungen sind möglich.

Zuchtziel: Ein genügsames, robustes und klein- bis mittelrahmiges Rind mit guten Reproduktionseigenschaften und hoher Fleischleistung.

 

Quelle:

Egbert Kemker (mit freundlicher Genehmigung)

Weitere Informationen:



 

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